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Andacht für November 2012

Wir sind der Tempel des lebendigen Gottes.
2. Korinther 6, 16

Tempel sind in unsrer Kultur ja nicht so üblich. Aber sicherlich haben viele von uns schon einmal prachtvolle Kirchen bewundert. Oder aber Schlösser besichtigt. Im Urlaub war ich in einem Schloss, und man kommt ins Staunen, wenn man da so ein Zimmer besichtigt, in dem eine Menge Gold verarbeitet wurde, um Besucher des Schlossesherrn zu beeindrucken. Oder wenn man Zimmer vorfindet, die mit sehr intensiven Farben ausgestattet sind (zu meiner Freude gab es ein sehr blaues Zimmer!) oder die kunstvollste, aufwändig gedruckte Landschaften als „Tapete“ aufweisen!

Die Stiftshütte und später der Tempel in Israel als der Ort, an dem Gott „wohnte“, waren ebenfalls absolut kunstvoll und kostbar gestaltet und ausgestattet, wie sich in Exodus 25 ff. und 1. Könige 6 nachlesen lässt. Der Wohnort Gottes sollte sich herausheben, aus der Menge der Zelte oder normalen Wohnhäuser herausstechen, besonders sein - wahrscheinlich so wie man Schlösser für besondere Menschen, z.B. Könige baut.

Und jetzt wird hier in diesem Vers gesagt, wir sind der Tempel Gottes!

Gott „wohnt“ nicht mehr nur an einer Stelle, und kann auch nur an dieser einen Stelle gefunden werden. Nein, Gott ist sozusagen in „mobile Tempel“ umgezogen, Er ist im Wohn-Tempel (ähnlich wie Wohnwagen, dieser Vergleich fiel mir ein) unterwegs, nämlich in uns, Seinen Nachfolgern! So kann Er an unterschiedlichsten Stellen und überall gesehen und wahrgenommen, Seine Gegenwart erlebt werden!

Wie erstaunlich, wie herausfordernd ist diese Tatsache! Erstaunlich, weil uns diese Aussage gewaltig „adelt“ - wenn wir Jesus-Nachfolger sind, sind wir das Schloss des Königs der Welt!! Der Herrscher der Welt lebt in uns gewöhnlichen Menschen! Herausfordernd, weil wir dann nicht mehr leben können, wie es uns passt! Wir können nicht mehr nach dem Motto leben „immer der eigenen Nase nach“, wie die Menschen ohne Gott das tun.

Schaut Euch nur die Verse um unseren Monatsspruch herum an.

Unser Lebensstil kann nicht mehr dem Leben gleichen, das Leute führen, die „in der Finsternis ohne Gott“ umher tappen. Unser Leben hat das Licht Gottes auszustrahlen, d.h. sich zu unterscheiden von unserem gottlosen Umfeld. Lasst uns eifrig den Zu- und Anspruch dieses Verses in unserem alltäglichen Leben ernstnehmen und anwenden! Denn wir sind Gottes Wohnstätte hier auf der Erde, wir sind die Möglichkeit für die heutigen Menschen, Gott zu begegnen.

Eure
D. Möglich

27.10.2012