CMS_IMGALT[10]
CMS_IMGALT[20]

Andacht für Juli & August 2013

Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt und dessen Name »Der Heilige« ist: In der Höhe und im Heiligtum wohne ich und bei dem, der zerschlagenen und gedemütigten Geistes ist, damit ich den Geist der Gedemütigten belebe und das Herz der Zerschlagenen erquicke. Jesaja 57,15 (Schlachter)

Ich möchte euch zu Beginn dazu einladen, das gesamte Kapitel 57 zu lesen, um den Vers 15 im Zusammenhang zu betrachten und zu durchdenken. Bittet Gott vorab im Gebet darum, das er euch durch seinen Geist in den Text einführt und euch Gewinn zuteil werden lässt.

Das Kapitel 57 spricht auf der einen Seite davon, dass die Menschen damals, genauso wie heute, obwohl sie immer wieder Gottes Liebe und Wohlwollen in all ihren seelischen, geistigen und körperlichen Bedürfnissen erfahren hatten, sich immer wieder von ihm abgewandt haben. Das führte nicht nur zur Loslösung von Gott, sondern gleichzeitig zu Entartungen und Grausamkeiten im Umgang mit seinen Mitmenschen und sich selbst.

Da wo früher der liebe- und lebenspendende Segensstrom Gottes in das Leben seiner Menschenkinder quoll, war nun Tod und Verderben durch ungebremste Selbstsucht und Gottlosigkeit eingetreten. Pure Auflehnung gegen Gott und die ihm zustehende Lobpreisungen, Anbetung und alleinige Ehre. Die Menschen waren damals (wie heute) so berauscht von sich selber, das sie nicht mehr erkannten wie erbärmlich und kläglich ihr Tun und die daraus resultierenden Auswirkungen waren. Ihre selbstgefälligen Herzen und Ohren waren so verstockt und taub geworden für das Liebeswerben Gottes.

Aber es gab auch Menschen damals wie heute, die in ihrem Elend und ihrer Verzweiflung, Ausschau gehalten haben, nach wahrer Hilfe und Heil. Zerschlagen, gebrochen und gedemütigt durch das Tun anderer, aber auch durch eigene angehäufte Schuld. Das ist die andere Seite dieses Kapitels 57. Wir sehen Gott in seiner unaussprechlichen Größe, Liebe und Gnade. Er, der auf der einen Seite in unerreichbarer Höhe und Herrlichkeit wohnt, macht sich eins mit der Not der geschundenen Seelen und stellt her, rettet und durchdringt die ausgetrockneten, verkümmerten und nach wahrer Liebe suchenden Herzen. Die Menschen, die erkannt haben, das nur in Verbindung zu Gott Leben zu finden ist, Leben was auch diese Bezeichnung verdient, richten ihre Herzen nach ihm aus und empfangen in unaufhörlicher Weise alles, was sie brauchen um sich geliebt zu wissen und mit Glück und Frieden beschenkt zu sein.

Aber am Ende des Kapitels wird allen Menschen, die sich der Liebe und dem Wohlwollen Gottes entziehen, die Ihn verleugnen, sich gegen ihn auflehnen, ihm die Ehre und Dankbarkeit für seine Größe, Güte und Gnade entziehen und diese schmähen, deutlich gemacht, das es für sie keinen Frieden, sondern am Ende nur den Sturz ins Unglück gibt! 

 

Volker Klein

01.07.2013