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Andacht für Juni 2012

Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin.
1. Korinther 15,10

Aber was bin ich denn eigentlich? Ich bin Ehefrau und Angestellte, Tochter, Freundin, Hausfrau, Schwester, Gemeindemitglied,... Manchmal ist es schwer sich in all den Anforderungen und Profilen, die mein Leben so mit sich bringt, zurecht zu finden.

Wer und was bin ich eigentlich?

Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Seine allergrößte Gnade hat Gott mir darin erwiesen, dass er seinen Sohn für mich geopfert hat. Und dadurch hat sich etwas Grundlegendes geändert. Ich bin verändert. Herausgeholt aus der Sünde, hineingestellt in seine Vergebung. Und damit bin ich zu allererst eines: Kind Gottes! Was bedeutet das nun aber für mich? Ich habe eine lebendige Hoffnung. Durch Jesus Christus werde ich einmal Anteil haben an der Herrlichkeit Gottes. Ich darf auf die Ewigkeit hoffen, auf die Unsterblichkeit, zu der ich in Jesus Christus berufen bin.

Aber es bedeutet noch mehr!

Es bedeutet bereits heute, mitten in meinem Alltag eine lebendige Beziehung zu Gott. Denn durch Seine Gnade habe ich den heiligen Geist empfangen und der gibt mir die Gewissheit, dass es stimmt: Ich bin Sein Kind. Er lässt mich sagen: Abba, lieber Vater! und vertritt mich vor meinem Schöpfer.

„Dabei hilft uns der Geist Gottes in all unseren Schwächen und Nöten. Wissen wir doch nicht einmal, wie wir beten sollen, damit es Gott gefällt! Deshalb tritt der Geist Gottes für uns ein, er bittet für uns mit einem Seufzen, wie es sich nicht in Worte fassen lässt.“
Römer 8, 26

Und das wird mir besonders an einem Tag wie heute wichtig, wo ich erfahren habe, dass meine Schwester wieder ins Krankenhaus muss. Ich weiß, dass ich mich zu Gott flüchten kann, aber es fällt mir dann nicht so leicht, mich in seine Arme fallen zu lassen. Was soll ich ihm noch sagen? Ich bin traurig und ängstlich. Wird Gott wirklich helfen? Er kann, aber wird und will er auch? In solchen Momenten muss ich mich von meiner menschlichen Natur lösen, die oft trotz allem Wissen und Glauben so stark in mir rebelliert. Dabei hilft mir die Gnade Gottes, die Sein Geist mir wieder und wieder bezeugt.

„Aber dennoch: Mitten im Leid triumphieren wir über alles durch die Verbindung mit Christus, der uns so geliebt hat. Denn ich bin ganz sicher: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch irgendwelche Gewalten, weder Hohes noch Tiefes der sonst irgendetwas können uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn, schenkt.“
Römer 8, 37-39

Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin: Geliebt! Geborgen! Gehalten! Sein Kind! Darin liegt ein tiefer Trost, eine tiefe Freude, eine lebendige Hoffnung! Und das hilft mir mich in all den Rollen meines Lebens, in allen Höhen und Tiefen zurecht zu finden, wenn ich dieses Geschenk der Gnade annehme.

Eure
I. Dangendorf

01.06.2012