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Andacht & Termine für Mai 2018

Was ist Glaube?

Ist Glauben so etwas wie Meinen? Nehmen wir den Satz, „Ich glaube, dass die Bundekanzlerin gestern gesagt hat, dass … .“ Ich bin mir nicht ganz sicher, meine es aber. Hier könnte man sich nun die Mühe machen und beispielsweise das entsprechende Interview nochmals anschauen und hätte so Gewissheit. Wie sieht es aber mit einem ähnlichen Satz aus, der sich auf die Zukunft bezieht? Zum Beispiel: „Ich glaube, der Urlaub wird schön.“ Hier gehen wir davon aus, weil wir ihn zum Beispiel gut vorbereitet haben, wissen jedoch, dass auch etwas schief gehen kann. Ich denke, diese alltagssprachlichen Definitionen des Glaubens bringen uns für den christlichen Glauben nicht weiter.

Wie sieht es aber mit der Definition aus, dass Glauben bedeute, etwas (ohne daran zu zweifeln) für wahr zu halten? Gibt es Gott oder ist er eine Projektion menschlicher Wünsche, wie der Religionskritiker Ludwig Feuerbach den christlichen Glauben zu widerlegen versuchte? Ist Jesus Christus auferstanden oder hat man seinen Leichnam aus dem Grab gestohlen? Hier kommen wir den wichtigen Fragen schon näher – doch einen Moment noch, zunächst sollte ein anderer Gedanke vorangeschoben werden.

Was ist, wenn ich einen Glaubenssatz für wahr halte? Gott existiert. Jesus Christus ist auferstanden. Hier sei angemerkt, dass auch die Vernunft und der Verstand in der Beschäftigung mit Glaubensaussagen bzw. Argumenten gegen den Glauben wichtig sind. Feuerbachs Überlegungen widerlegen keineswegs zwingend die Existenz Gottes und ein Diebstahl des Leichnams Jesu ist bei genauem Überlegen sehr unwahrscheinlich. Wenn ich die o.g. Glaubensaussagen für wahr halte, so erkenne ich deren Wahrheit an, mehr aber auch nicht.

Wenn ich jedoch an Gott und den auferstandenen Jesus Christus glaube, so bedeutet dies m.E. mehr. Wenn ich an Gott und den auferstandenen Jesus Christus glaube, so hat dies Auswirkungen auf mein Leben. Die bloße Anerkennung der Wahrheit einer Aussage hat dies jedoch nicht unbedingt. Glauben bedeutet für mich, mich auf die Wirklichkeit Gottes einzulassen. Ich lebe im Vertrauen darauf, dass Gott mich liebt, er mir meine Sünden vergibt und ich auch nach dem Tod bei ihm sein werde. Durch diesen Glauben kann ich gelassen sein und muss nicht das Letzte aus meiner Zeit herausholen, ich muss nicht mehr ständig mit meinen Fehlern und Schwächen hadern und meinen Wert nicht von Leistungen oder der Anerkennung anderer abhängig machen. Dieser Glaube setzt dann natürlich auch das Fürwahr halten beispielsweise der o.g. Existenz Gottes voraus. Beides ist miteinander verbunden.

Glauben kann ich nicht von mir selbst aus. Glaube ist Geschenk Gottes, doch können wir uns Gottes Wirken öffnen oder uns verschließen.

Doch habe ich solchen Glauben? Ich denke, jeder hat auch schon einmal gezweifelt: Warum geht es anderen besser als mir, wenn Gott mich doch liebt? Warum muss ich krank sein, Niederlagen erleben? Warum gibt es überhaupt Leid in der Welt? Alles dies sind sicherlich Fragen, die Zweifel hervorrufen können. Wir dürfen jedoch gewiss sein, dass Gott da ist und für uns da ist, auch wenn dies nicht immer so zu sein scheint. Glauben, weil Gott für mich da ist und obwohl dies nicht immer so scheint - dies ist ein Glauben, der in guten und schlechten Zeiten trägt.

Diesen Glauben wünsche ich mir, euch und Ihnen.   
(Klaus Uwe Peter)

Monatsspruch Mai:
Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. (Hebr. 11,1)


 

Im Mai 2018 finden u. a. folgende Veranstaltungen statt:

Termin Veranstaltung  
So 06.05.2018 10:00 Gottesdienst mit Abendmahl
F. Grümbel
So 13.05.2018 10:00 Gottesdienst
T. Bissel
So 20.05.2018 10:00 Gottesdienst T. Schewior
So 27.05.2018 10:00 Gottesdienst S. Wenzel
Mi 30.05.2018 20:00 ProChrist-Gebetsnacht (bis 6:00 Uhr morgens) Wendinger Str.






Die Internetredaktion

27.04.2018