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Andacht & Termine für April 2018

Die Spur ist gelegt

Noch nie hat es so lange gedauert bis nach einer Bundestagswahl eine neue Regierung ihre Arbeit aufnehmen konnte! Doch nun endlich, nach zähen Verhandlungen scheint die gemeinsame Linie gefunden zu sein. Es geht also wieder voran in Deutschland!

Ganz ähnlich wie eine Regierung ihre Ziele und ihre Zusammenarbeit definieren muss, brauchen auch Christen eine Art Leitwort und eine gemeinsame Orientierung für ihr Leben. Der Monatsspruch der Herrnhuter Losungen für April kann dafür eine Orientierung sein. Er steht im Johannesevangelium (Kap. 20,21): Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.

Jesus macht seinen Dienst zum zeitlosen Vorbild, quasi zum Prototyp für das Leben seiner Jünger und der Gemeinde! An seinem Beispiel soll sich das Wirken und Gestalten der Christen in allen Generationen inhaltlich und methodisch orientieren. Doch wie ist das zu verstehen? Was bedeutet es, gesandt zu sein wie ER? Eine erste Wesensbeschreibung des Dienstes Jesu findet sich in Johannes (1,14). Dort heißt es: Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Theologen sprechen hier von Inkarnation. Das bedeutet, dass Gott nicht länger Propheten in seinem Namen geschickt hat, sondern dass er selbst, als Mensch in dieser Welt erschienen ist. Philipper 2 spricht davon, dass Jesus sich dafür „entäußerte“, dass er also nicht selbstsüchtig daran festhielt, wie Gott zu sein. Vielmehr war er bereit, diesen Status um der Menschen willen aufzugeben. Er tauschte die Position eines Gottes mit der, eines irdischen Sklaven. Er begab sich in Abhängigkeit. Er kam um zu lernen, zu arbeiten, zu schwitzen, zu dienen.. und sogar um zu sterben.

Er stellte sich den Bedürfnissen von uns Menschen! Er war Mensch unter Menschen. Er wusch den Jün gern die Füße und legteden Kranken die Hände auf und betete für sie. Das alles sind nur wenige Merkmale seines Dienstes. JESUS ließ sich also existentiell auf die Lebenswirklichkeit der Menschen ein, indem er als Jude im Nahen Osten geboren wurde. Auch Paulus hat sich vom Vorbild Jesu inspirieren lassen. Er wusste sich `existentiell´ zu den Heiden seiner Zeit gesandt. Er war bereit, Juden ein Jude und den Schwachen ein Schwacher zu werden. Von Liebe motiviert, wurde er zum `kulturellen Grenzgänger´ seiner Zeit. Alles nur, um einige zu retten (1Kor. 9,19). Anscheinend war es nötig, dass Jesus diesen radikalen Weg der `Inkarnation´ gehen musste um seine Liebe so zu dokumentieren, dass wir Menschen sie verstehen können. Ein halbes oder theoretisches oder schriftliches Entgegenkommen hätte nicht genügt!

Doch was bedeutet das für uns?

Jesus wurde zu Fleisch und Blut. Inkarnation setzt die Bereitschaft voraus, die eigene Identität in den Hintergrund zu stellen (los zu lassen) und sich ganz bewusst auf das Denken, die Lebensweise und die Fragen derer einzulassen, die nur wenig von Gottes Liebe wissen. Es geht um echten Kontakt zu den Menschen. Um wirkliche Identifikation mit den Leuten in unserer Nachbarschaft und unserer Stadt. Nicht als strategische Aktion im Vorfeld eines besonderen Veranstaltungsformats. Sondern als permanente Bewegung der Liebe Gottes, vom Vorbild Jesu inspiriert! Es geht um ein Eintauchen in die Lebenswirklichkeit der Kunstliebhaber, der Sportler, der Senioren, der Flüchtlinge, der Eltern oder der Kollegen, OHNE dabei die eigene Verwurzelung in Gott zu verlassen oder zu verleugnen.

Wer dann in der Wirklichkeit der Menschen angekommen ist und dort eine Menge Ratlosigkeit und Not entdeckt hat, wer Freund unter Freunden wurde und so Vertrauen und Beziehung gewonnen hat, wird dann auch das Recht erhalten, glaubwürdig von der eigenen Hoffnung und vom Trost in allem (eigenen) Leid zu berichten. Damit den Jüngern das gelingt, spricht Jesus ihnen (im Text oben) zunächst seinen göttlichen Frieden zu. Und dann blies er sie an und sagt: „Nehmt hin den Heiligen Geist“. Gottes Frieden und die Erfüllung mit seinem Geist ist Motivation und Ausrüstung zugleich, um in dieser `Mission´, inmitten einer gottfernen Gesellschaft weder Kurs noch Richtung zu verlieren.

Gesandt zu sein wie Jesus erfordert Mut! Es ist mehr als ein Spaziergang in der milden Abendsonne! Doch es ist der Weg und die Lebensweise, die Jesus seinen Jüngern nahe legt. Ein Weg, der gerade darum trotz allen Herausforderungen, immer der Weg des Segens in seiner Nähe und in Abhängigkeit sein wird.

Gott segne Euch auf diesem Weg und in allen Fragen, die dabei entstehen werden.

Mit herzlichen Grüßen,
P. Rau

 

Im April 2018 finden u. a. folgende Veranstaltungen statt:

Termin Veranstaltung  
So 01.04.2018 10:00 Oster-Gottesdienst Peter Rau
So 08.04.2018 10:00 Gottesdienst mit Abendmahl W. Weinert
Di 10.04.2018 19:00 ProChrist-Workshop "Gäste erreichen" mit Michael Klitzke Mühlenstr.
So 15.04.2018 10:00 Gottesdienst M. Ponsford
So 22.04.2018 10:00 Gottesdienst W. Stöhr
So 29.04.2018 10:00 Gottesdienst J. Walter






Die Internetredaktion

31.03.2018